Sparbriefe im Vergleich
Sparbriefe werden von Kreditinstituten als nicht börsenhandelsfähige Namensschuldverschreibungen herausgegeben. Ihr Erwerb ist kostenfrei. Man kann sich darüber eine Urkunde ausstellen lassen. Sparbriefe haben einen vorher festgelegten Zinssatz und eine feste Laufzeit. Diese kann zwischen ein und zehn Jahren variieren. Im Normalfall ist es nicht möglich, einen Sparbrief vorzeitig aufzulösen. Das Kapital ist also langfristig mit einem bestimmten Zinssatz gebunden. Der Sparbrief wird zur Besicherung von Krediten akzeptiert, er ist zu 100 Prozent beleihbar.Die Sicherheit ist das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung von Sparbriefen.
Unterscheidung nach Einlagensicherheit:
Sparbriefe ohne Nachrangabrede sind erstrangige Bankeinlagen. Das heißt, sie sind mit der gesetzlichen Einlagensicherung geschützt. Diese beträgt 50.000 Euro, ab 2011 100.000 Euro und greift bei Insolvenz der emittierenden Bank. Für darüber hinaus gehende Beträge gilt die institutsspezifische freiwillige Einlagensicherung.
Sparbriefe mit Nachrangabrede sind nicht von der Einlagensicherung gedeckt. Bei einer Pleite der herausgebenden Bank werden die Anleger zweitrangig behandelt. Das bedeutet, dass zunächst die Ansprüche der erstrangigen Gläubiger befriedigt werden und die Sparbriefanleger darauf hoffen müssen, dass aus der Konkursmasse für sie überhaupt etwas übrig bleibt.
Diese Unterscheidung kann man nicht allein aus dem Namen des Sparbriefes erkennen. Der Zusatz der Nachrangabrede sollte nicht nur ganz hinten im Kleingedruckten der Bedingungen versteckt sein.
Die Verzinsung der Sparbriefe richtet sich nach Emittentenrisiko, allgemeinem Zinsniveau und Laufzeit. Je höher beziehungsweise länger diese sind, desto höher die Zinsen des Sparbriefes. Unterscheidung nach Zinsrechnung:
- Normal verzinste Sparbriefe werden zum Nennwert gekauft und zahlen die Zinsen jährlich auf das vom Anleger benannte Konto.
- Bei abgezinsten Sparbriefen werden die Zinsen, einschließlich Zinseszinsen, zu Beginn der Laufzeit vom Nennwert abgezogen und der Anleger erhält auf seinem Konto am Ende der Laufzeit den vollen Nennwertbetrag.
- Die aufgezinsten Sparbriefe schütten die Zinsen nicht jährlich aus, sondern sammeln diese mit Zinseszinseffekt bis zum Ende der Festlegung an.