Festgeld im Vergleich

Festgeld zählt vor allem in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zu den beliebtesten Anlageprodukten überhaupt, da es aufgrund seiner Charakteristika dem dann vorherrschenden konservativen Risikoprofil der privaten, aber auch der institutionellen Anleger am besten entgegenkommt. Doch bevor die Charakteristika näher beschrieben werden, zunächst ein kurzer Überblick über die Funktionsweise von Fest- bzw. Termingeld. Bei einer Anlage in Termingeld wird ein bestimmter Anlagebetrag für einen bestimmten Zeitraum zu einem bestimmten Zinssatz angelegt.

Die beschriebene Funktionsweise impliziert gleich mehrere Charakteristika von Termingeld wie bspw. den Anlagebetrag. Der Großteil der Banken und Sparkassen versieht ihr Festgeldkonto mit einem Mindestanlagebetrag von 5.000 Euro oder gar 10.000 Euro. Damit fällt Festgeld als alternative Anlageklasse für viele Kleinanleger im vornherein weg, da die Anleger während der Laufzeit nicht auf die Termingeldeinlage zugreifen können und Termingeld somit ausschließlich eine Anlagemöglichkeit für überschüssige Liquidität darstellt.

Die Laufzeit von Termingeld muss per Definition mindestens 30 Tage betragen. Eine maximale Laufzeit wird für Termingeld nicht explizit definiert, aber im Schnitt beträgt diese je nach Anbieter 2, 4 oder in seltenen Fällen auch bis zu 10 Jahre.

Ein weiteres Charakteristikum liegt in der über die Laufzeit fixen Höhe der Habenzinsen. Daraus ergibt sich auch eine Handlungsempfehlung: Befindet sich das allgemeine Zinsniveau am Beginn eines Zinssenkungszyklus sollte die Laufzeit möglichst lang gewählt werden, um die hohen Zinsen so sichern zu können. Befindet sich das allgemeine Zinsniveau jedoch am Anfang eines Zinserhöhungszyklus sollte die Laufzeit möglichst kurz gewählt werden, um so an den in Zukunft ansteigenden Zinsen partizipieren zu können und nicht die niedrigen Zinsen unnötig lange zu konservieren. Da die Zinsen prinzipiell von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich hoch ausfallen, stellt dieses Charakteristikum den Hauptgrund dafür da, dass angehende Anleger von Festgeld zunächst einen entsprechenden Vergleich durchführen, um so den Anbieter mit den höchsten Zinsen ausfindig machen zu können. Hierbei sollten aber nur die Anbieter Berücksichtigung finden, die neben dem staatlichen Einlagensicherungsfonds zusätzlich mindestens einem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

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