Baufinanzierung - was beachten?

Soll ein Haus oder eine Eigentumswohnung gekauft werden, steht die Frage an, wie dieses Vorhaben am besten finanziert wird. Eine Baufinanzierung ist dabei häufig die erste Wahl. Generell gilt: je mehr Ersparnisse vorhanden sind, desto besser. Eine hohe Eigenkapitalquote bedeutet nicht nur, dass die Darlehenssumme kleiner angesetzt werden kann. Es lässt sich auch ein besserer Zinssatz mit der Bank aushandeln, da das Verhältnis von Darlehenssumme und dem Beleihungswert des Hauses günstiger ist. Um die Zinslast so gering wie möglich zu halten, sollten daher mindestens 10 %, aber besser 20 % des für den Immobilienerwerb notwendigen Kapitals angespart werden, z.B. mit einem Bausparvertrag. Es ist auch möglich, eine Immobilie auch komplett über eine Baufinanzierung zu finanzieren. Dies setzt jedoch ein sehr hohes und sicheres monatliches Einkommen voraus.

Zunächst muss für die Baufinanzierung geklärt werden, wie viel Geld benötigt wird. Zum Kaufpreis des Hauses kommen die Nebenkosten hinzu, z.B. für den Grundbucheintrag oder die Makler- und Notarshonorare. Auch sollte die Darlehenssumme so hoch sein, dass man nicht seine gesamten Ersparnisse aufbraucht. Ein Teil sollte zurücklegt werden, um bei unvorhergesehenen Kosten (z.B. die Reparatur eines undichten Daches) nicht das Konto überziehen oder einen weiteren Kredit beantragen zu müssen.

Eine weitere wichtige Überlegung bei der Planung der Baufinanzierung ist, wie hoch die monatliche Belastung durch Zinsen und Tilgung maximal sein darf. Eine Faustregel ist, dass höchstens 40 % der monatlichen Nettoeinnahmen für die Rate verwendet werden sollten. Es muss immer etwas Luft bleiben für Reparaturen, kurzzeitige Einkommenseinbußen oder auch für Freizeitaktivitäten. Wenn das monatliche Budget keinen Kinobesuch mehr zulässt, ist die Rate eindeutig zu hoch angesetzt. Vor dem Abschluss der Baufinanzierung sollte daher die monatliche Ein- und Ausgabensituation genau durch gerechnet und dabei auch ein angemessener finanzieller Spielraum berücksichtigt werden.

Auch ein Vergleich der Zinskonditionen ist unerlässlich, um nicht mehr Zinsen für die Baufinanzierung zu zahlen als unbedingt nötig. Zu diesem Zweck bieten sich Baugeld-Vergleichsrechner im Internet an. Neben dem Zinssatz sollte man aber auch auf Sondertilgungsoptionen Wert legen, so dass z.B. bei einer Erbschaft ein Teil des Darlehens zurückgezahlt werden kann.

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