Umschuldung - Was beachten?
Eine Umschuldung kann in vielen Fällen sinnvoll sein, ist aber nicht immer die günstigste Lösung, da die Kündigung eines vorhandenen Kredites mit Kosten verbunden ist. Von Banken wird eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung berechnet, sollte der Kunde den bestehenden Kredit vorzeitig kündigen und vollständig zurückzahlen. Die Geldinstitute holen sich auf diese Weise wenigstens einen Teil der Zinsen wieder. Die Höhe dieser Gebühr sollte mit dem Berater geklärt werden.
Wenn man diesen Betrag nicht kennt, kann die Umschuldung unbekannten Ausgang haben. Die Ablösung eines Kredits ist dann lohnenswert, falls die Zinsersparnis mittels des günstigeren Kredits höher ausfällt als die Kosten für die Kreditumschuldung. Das ist umso mehr gültig, wenn es sich um eine drohende Überschuldung handelt. Diese Situation kommt in der Regel dann vor, falls man die Übersicht über die Verpflichtungen verloren hat.
Mit einer Umschuldung kann man die Forderungen in einem einzelnen Kredit und auf diese Weise in nur einer monatlichen Rate zusammenfassen. Eine Umschuldung ist zum Beispiel empfehlenswert immer dann, wenn der Dispositionskredit schon längere Zeit beansprucht wird. Die Zinsen für den Dispo sind erheblich höher als eines herkömmlichen Kredites. Die Bank stellt dabei keine zusätzlichen Gebühren in Rechnung, deshalb ist das Sparpotenzial beträchtlich. In dieser Hinsicht ist der Hinweis von Verbraucherschützern eindeutig: Ablösung des Dispositionskredites und Umschuldung mit einem Ratenkredit. Bei einer Umschuldung gibt es einige Punkte, die auf jeden Fall beachtet werden sollten:
a. Nebenkosten
Nur, da der neue Kredit vermeintlich einen halben bzw. einen ganzen Prozentpunkt vorteilhafter ist, bedeutet das noch nicht unbedingt, dass eine Umschuldung auch lukrativ ist. Zunächst sollte man den alten Kreditvertrag genau überprüfen. Ist eine Vorfälligkeitsentschädigung vorhanden? Sie hängt in diesem Fall von der Restlaufzeit ab. Bei einer vorzeitigen Ablösung können auch andere Gebühren vorkommen. Diese werden nun für den bisherigen Kredit bzw. die bisherigen Kredite ausgerechnet und sich als Minusbetrag notiert.
b. Den richtigen Kreditvergleich durchführen:
Im zweiten Schritt sollte man dann nach dem günstigsten Kredit suchen. Bei welchem Anbieter dieser für den individuellen Fall zu finden ist, kann ziemlich verschieden sein. In der Regel ist es aber ratsam, sich dafür zuerst bei dem günstigsten Kreditanbieter zu interessieren. Im Online-Verfahren ist es möglich, sein persönliches Angebot mit den Konditionen für den neuen Kredit zu erstellen. Hier ist es sehr wichtig, ein ausführliches Vergleichen zu machen.